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Fachkraft im Fahrbetrieb
Arbeitsgebiet
Tätigkeit in der Beförderung von Personen bedeutet vor allem sicheres Führen von Bussen, Straßenbahnen oder U-Bahnen. Fachkräfte im Fahrbetrieb wirken aber auch bei Planung und Steuerung des Fahrzeug- und Personaleinsatzes mit und sorgen für Sauberkeit und Betriebssicherheit der Fahrzeuge. Sie achten auf Kundenfreundlichkeit, Umweltbelange und Wirtschaftlichkeit. Sie geben Auskunft über Tarife und Linienverbindungen sowie Zusatzangebote des öffentlichen Personennahverkehrs - falls erforderlich auch in einer Fremdsprache. In schwierigen Kommunikationssituationen wirken sie auf die Entschärfung von Konflikten hin. Bei Störungen und in Gefahrensituationen ergreifen sie die notwendigen Maßnahmen. Auch dort, wo es für den Fahrgast nicht unmittelbar sichtbar ist, sind sie tätig. So führen sie etwa Abrechnungen durch und wirken bei Kalkulationen mit, arbeiten mit an der Fahrplangestaltung, planen den wirtschaftlichen Einsatz von Fahrzeugen bzw. sorgen für die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge. Auch für das Ermitteln von Kundenbedürfnissen und die kundengerechte Weiterentwicklung der Produkte des Unternehmen können sie eingesetzt werden.
Berufliche Qualifikationen
Fachkräfte im Fahrbetrieb arbeiten in Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs. Sie fahren Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen, nehmen Aufgaben in den Bereichen Kundendienst, Marketing, Planung und Disposition des Fahrzeugbetriebs wahr oder sorgen für die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge.
Noch befinden sich die ersten Fachkräfte im Fahrbetrieb in der Ausbildung. Doch ihre Aufgabengebiete und damit der Bedarf nach qualifizierten Fachkräften, existieren bereits. Mit der Schaffung des neuen Ausbildungsberufes hat der Gesetzgeber auf diesen Bedarf reagiert. In ihrer späteren Berufstätigkeit können Fachkräfte im Fahrbetrieb z.B. folgende Aufgabenbereiche abdecken:
Im Fahrdienst fahren sie Nahverkehrs-Busse, Straßen- oder U-Bahnen. Sie verkaufen Fahrscheine und beraten die Fahrgäste über Tarife, Fahrzeiten und Anschlussmöglichkeiten. Nicht in allen Verkehrsmitteln kommen die Durchsagen zu Haltestellen und Umsteigemöglichkeiten vom Band. Dann übernehmen die Fahrer/innen diesen Service. Den Kunden begegnen sie höflich und zuvorkommend. Im Konfliktfall, sei es ein Streit unter den Fahrgästen oder eine Diskussion mit einem verärgerten Kunden, bemühen sie sich um Deeskalation, das heißt, sie wirken mäßigend auf die Beteiligten ein. Dazu sind gute Nerven und eine ruhige, bestimmte Art erforderlich.
Vor der Abfahrt überprüfen die Fahrer/innen die Verkehrstauglichkeit ihrer Fahrzeuge. Taucht unterwegs ein technisches Problem auf, suchen sie selbst nach dem Fehler und können auch kleinere Reparaturen durchführen. Sie entscheiden auch, ob eine Weiterfahrt gemäß den Sicherheitsvorschriften noch möglich ist. Im Notfall oder bei Unfällen rufen sie über Funk Unterstützung durch Polizei und Sanitäter herbei. Ggf.leisten sie selbst Erste Hilfe.
Im Innendienst eines Verkehrsunternehmens wirken sie z.B. bei der Fahrplangestaltung mit. Dabei sind ggf. auch Fahrtrouten nach ihrer Auslastung und Wirtschaftlichkeit zu bewerten und wirtschaftlichere Routen auszuarbeiten. Dadurch stellen sie gleichzeitig sicher, dass alle Fahrzeuge gut ausgelastet sind. Auch die Disposition von Fahrzeugen und Personal gehört zu ihren Aufgaben.
Zum modernen Dienstleistungsgedanken gehört es, den Kunden in die Angebotsplanung einzubeziehen. Kundenbeschwerden, -anfragen und -anregungen werden sehr ernst genommen. In diesem Bereich tätige Fachkräfte im Fahrdienst stellen z.B. fest, ob Angebote des Unternehmens den Kunden bekannt sind und gut angenommen werden. Ein solches Angebot könnte z.B. darin bestehen, dass die Fahrer/innen nachts auf Wunsch eines Kunden für die Weiterfahrt ein Taxi zu einer bestimmten Haltestelle bestellen. Fachkräfte im Fahrdienst schlagen ggf. vor, Leistungen, die unwirtschaftlich, nicht (mehr) populär oder nicht mehr zeitgerecht sind, durch neue Angebote zu ersetzen, die Kundenbindung an das Unternehmen fördern können.
Schließlich können sich Fachkräfte im Fahrbetrieb auch auf den Einsatz der Verkehrsmittel spezialisieren. Sie stellen sicher, dass die Fahrzeuge funktionsfähig und verkehrssicher sind, dass die Notfalleinrichtungen und der Sprechfunk funktionieren. Regelmäßig inspizieren sie die Fahrzeuge und veranlassen, dass z.B. beschädigte Sitze erneuert werden. Darüber hinaus sorgen sie für die regelmäßige Reinigung der Fahrzeuge, kümmern sich darum, dass Busse betankt, alle Verkehrsmittel regelmäßig gewartet und notwendige Reparaturen ausgeführt werden.
Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:
Fahrdienst durchführen, dabei z.B.:
Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen im Netz des Unternehmens führen
Kunden über Tarife, Verbindungen und Zusatzangebote des öffentlichen Personenverkehrs beraten, ggf. auch in einer Fremdsprache Auskunft über Gemeinschaftsangebote mit anderen Verkehrsdienstleistern erteilen Kunden im Normalverkehr und bei Störungen informieren In Gefahrensituationen und bei Unfällen die notwendigen Maßnahmen ergreifen bzw. veranlassen, Aufgaben in Marketing und Kundendienst wahrnehmen, dabei z.B. :
Leistungen verkaufen, Abrechnungen und Kalkulationen durchführen
Kundenbedürfnisse ermitteln und bei der kundengerechten
Weiterentwicklung des Unternehmens mitwirken
Die Qualität von Leistungen prüfen
Für die Einsatzbereitschaft von Fahrzeugen sorgen,
Dispositionsaufgaben übernehmen, z.B.:
Bei der Planung und Steuerung des Fahrzeug-, Personal- und Mitteleinsatzes mitwirken Verkehrsmittel auf Betriebssicherheit prüfen, für Fahrzeugservice und Fahrzeugbereitstellung sorgen, Wartung und Instandsetzung von Fahrzeugen veranlassen
Ausbildungsdauer
Die Ausbildungszeit beträgt nach der Ausbildungsverordnung 3 Jahre.
Berufsschule
Aktuell bei der IHK zu erfragen
Ansprechpartner:
Harry Handke
Tel.: 0385 5103-414
Fax: 0385 5103-9414
email: handke@schwerin.ihk.de
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