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Aus- und Weiterbildung

Einstiegsqualifizierung mit IHK-Zertifikat
Dem Nachwuchs eine Chance geben

Nicht jeder Schulabgänger, der eine Berufsausbildung aufnehmen möchte, verfügt über die notwendige Ausbildungsreife. Das hat verschiedene Ursachen, unter anderem in seinem Leistungsvermögen sowie in seiner Persönlichkeitsentwicklung. Die Einstiegsqualifizierung eröffnet Jugendlichen mit Startproblemen eine berufliche Perspektive.

Jugendliche erhalten mit der Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit, in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes, einen Betrieb und das Berufsleben kennen zu lernen. Die Einstiegsqulifizierung dient als Türöffner für Ausbildung und Beschäftigung.


Vorteile für die Unternehmen
Notwendige Schritte durch die Unternehmen
Beispiele aus den derzeit angebotenen Einstiegsqualifizierungen
Erste Schritte durch das ausbildende Unternehmen

Vorteile für die Unternehmen

  • Betriebe können ihren Nachwuchs durch eine Einstiegsqualifizierung näher kennen lernen. Die Betriebe sehen mehr von den praktischen Begabungen als Schulzeugnisse aussagen.

  • Noch nicht ausbildende Betriebe können auch in diese Ausbildung einsteigen; ebenfalls Betriebe, die nicht alle Anforderungen an eine komplette Ausbildung erfüllen. Der Betrieb muss spezielle Tätigkeitsbereiche des betreffenden Ausbildungsberufes vermitteln können.

  • Einstiegsqualifizierungen sind auch für Branchen möglich, die keine Ausbildungsberufe anbieten.

  • Die Betriebe können die Jugendlichen an eine Ausbildung heranführen. Der Übergang in eine Ausbildung oder Beschäftigung ist jederzeit möglich.

  • Einstiegsqualifizierungen sind aus allen Berufen ableitbar. Alle Tätigkeitsbereiche sind möglich. Sie können abhängig von der Entwicklung des Jugendlichen und den betrieblichen Gegebenheiten flexibel gestaltet werden.

  • Sie bieten Jugendlichen, die noch nicht voll ausbildungsfähig sind, eine neue Chance. Damit ist auch ein Imagegewinn für die Unternehmen verbunden.

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Notwendige Schritte durch die Unternehmen

  • Sie schließen mit den Jugendlichen einen Vertrag über die Einstiegsqualifizierung. Vertragsmuster und Beispiele für Einstiegsqualifizierungen sind über die IHK zu Schwerin erhältlich. Sie können weitere Tätigkeitsbereiche gemeinsam mit den Ausbildungsberatern der IHK festlegen.

  • Sie setzen Jugendliche in Ihrem Unternehmen ein und vermitteln fachspezifische und soziale Kompetenzen. Die Jugendlichen verpflichten sich zu lernen.

  • Bei Berufsschulpflicht ermöglichen Sie den Jugendlichen den Schulbesuch.

  • Die Arbeitsagentur erstattet die Vergütung der Einstiegsqualifizierung von bis zu 212,00 € monatlich zzgl. des Gesamtsozialversicherungsbeitrages pauschal von 106,00 €.

  • Sie stellen am Ende der Einstiegsqualifizierung ein betriebliches Zeugnis aus und bewerten die Leistungen.

  • Die IHK zu Schwerin vergibt ein Zertifikat, das den Übergang in eine spätere Ausbildung oder Berufstätigkeit erleichtert.

  • Bei anschließender Ausbildung kann die Ausbildungszeit um bis zu 6 Monate verkürzt werden.

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Beispiele aus den derzeit angebotenen Einstiegsqualifizierungen

Bau/Herstellen von Baukörpern
Bearbeiten von Holz und Herstellen von Holzverbindungen; Herstellen von Baukörpern aus Beton, Stahlbeton und Stein; Messungen

Wirtschaft und Verwaltung/Büroassistenz
Bürowirtschaftliche Abläufe; Textverarbeitung; Bürokommunikationstechniken; Arbeits- und Organisationsmittel

Handel/Verkaufsvorbereitung
Warenannahme; Warenlagerung; Verkaufsvorbereitung; Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit; Umweltschutz

Gastgewerbe/Speisenvorbereitung
Speisenvorbereitung; Einsetzen von Geräten, Maschinen und Gebrauchsgütern; Arbeitsplanung; Warenwirtschaft; Hygiene

Lagerlogistik/Güterbewegung im Lager
Annahme und Lagerung von Gütern; Verpackung und Versand; Einsatz von Arbeitsmitteln; Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit.


Erste Schritte durch das ausbildende Unternehmen

Betriebe, die Plätze im Rahmen einer Einstiegsqualifikation zur Verfügung stellen, sollten sich mit den Ausbildungsberatern der IHK in Verbindung setzen, um gemeinsam die zweckmäßige und mögliche Spezialisierung anzubieten. Dafür stehen zur Zeit 96 Einstiegsqualifizierungen zur Verfügung, die ständig erweitert werden.

  www.pakt-sucht-partner.de

Nach der fachlichen Prüfung werden die Stellen der Agentur für Arbeit gemeldet, damit eine Besetzung mit Jugendlichen, die die notwendigen Bedingungen erfüllen, vorgenommen werden kann. Das Unternehmen schließt mit dem Jugendlichen einen Vertrag zur Einstiegsqualifizierung ab. Der Antrag auf Förderung wird vor Beginn der Laufzeit des EQ-Vertrages bei der Agentur für Arbeit in dem Bezirk gestellt, wo der EQ-Teilnehmer seinen Wohnsitz hat. Bei schwierigen Fällen kann ein Antrag auf sozialpädagogische Begleitung gestellt werden. Diese Anträge werden direkt bei der Agentur für Arbeit bezogen.

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Ansprechpartner:
Heidrun Lehnert
Dipl.-Wirt.-Ing.  
Tel.: 0385 5103 441
Fax: 0385 5103 999
E-mail: lehnert@schwerin.ihk.de

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