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Arbeitsmigration von Arbeitgebern wenig genutzt
Ein Drittel der deutschen Arbeitgeber, die vor dem Sommer 2011 Stellen zu besetzen hatten, konnte für zumindest einige dieser Stellen keinen geeigneten Kandidaten finden. Insgesamt 40 Prozent erwarten, dass die Zahl der offenen Posten in den nächsten fünf Jahren wachsen wird. Besonders groß ist der Bedarf an Arbeitskräften auf mittlerem Qualifikationsniveau.
Das geht aus einer Umfrage hervor, die OECD und Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) unter 1100 Arbeitgebern mit zehn oder mehr Beschäftigten durchgeführt haben. Die Ergebnisse werden heute im Bundesministerium für Arbeit und Soziales präsentiert.
Zurückhaltung bei deutschen Unternehmern
Die Umfrage deutet darauf hin, dass deutsche Arbeitgeber verhältnismäßig selten Personal aus dem Ausland anwerben und, dass sie ihre Einstellungspolitik auch vor dem Hintergrund eines erhöhten Arbeitskräftebedarfs nicht zu ändern beabsichtigen. Obwohl sie eine wachsende Zahl freier Stellen auf allen Qualifikationsstufen erwarten, sprechen sich die Arbeitgeber dafür aus, Bewerber aus dem Ausland vor allem nach der Qualifikation auszuwählen. Wo Änderungen in der Arbeitsmigration erwünscht sind, beziehen sich diese eher auf administrative Erleichterungen als auf eine grundlegende Reform.
Die Umfrage ist Teil einer Studie zur Steuerung der Arbeitsmigration in Deutschland, die die OECD im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im kommenden Jahr vorlegen wird. Die Umfrage untersucht die Ansichten deutscher Arbeitgeber zum Arbeitskräftemangel und zur Rolle der Arbeitsmigration in diesem Zusammenhang. Ähnliche Umfragen werden auch in anderen OECD-Ländern durchgeführt.
Pressemitteiluntg der OECD vom 09.12.2011 (PDF 107 KB)
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