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Eurochambres Economic Survey 2012 (EES)

Die Schuldenkrise verunsichert die Unternehmen in ganz Europa. Der DIHK rechnet für das Jahr 2012 EU-weit nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum. Die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage EES 2012 hat die europäische Kammerorganisation am 28.11.2011 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Während die Staaten der Eurozone insgesamt sogar noch etwas langsamer wachsen dürften, schafft es Deutschland zumindest auf ein Wirtschaftswachstum von einem Prozent. Stärker fällt die Dynamik in den mittel- und osteuropäischen EU-Ländern aus.

Beschäftigungs- und Investitionsabsichten gesunken

Was den Arbeitsmarkt anbelangt, so dürfte die Beschäftigung europaweit kaum steigen. Zudem leidet das Investitionsklima unter der Verunsicherung durch die Politik und in einigen EU-Staaten zusätzlich unter schwierigen Finanzierungsbedingungen. Investitions- und Beschäftigungsabsichten der europäischen Unternehmen fallen deshalb zurückhaltender aus als im Vorjahr.

Immerhin bleiben die Unternehmenseinschätzungen insgesamt spürbar besser als zu Beginn der Krise 2008/2009. Auf ihre eigene Umsatzentwicklung blicken die Unternehmen vergleichsweise zuversichtlich – das macht Hoffnung, dass sich die tiefe Verunsicherung nicht vollständig in der Geschäftsentwicklung 2012 niederschlägt.

Zukunftsaussichten im Export bessern sich

Bessere Geschäfte erwarten die Unternehmen nahezu aller Länder beim Export. Gerade die Unternehmen aus der Eurozone rechnen mit steigenden Ausfuhren. In Portugal und in Griechenland wächst der Exportoptimismus. Die Unternehmen der Ausfuhrwirtschaft in diesen Ländern sind ebenso wie in Spanien optimistischer für ihr Geschäft 2012 als der Durchschnitt der europäischen Staaten.

Die vergleichsweise günstige Entwicklung der Importe Deutschlands stützt die Konjunktur in etlichen Staaten des Euroraums – für mehr als die Hälfte der Euro-Mitglieder ist Deutschland wichtigster Handelspartner. Bei der heimischen Nachfrage sehen die Unternehmen in den meisten Euro-Staaten kaum Spielraum nach oben. Die Kaufkraft leidet vielfach unter der enttäuschenden Beschäftigungsentwicklung und unter steigenden Steuern. Hinzu kommt die Unsicherheit der Verbraucher über den Fortgang der Schuldenkrise.


  Eurochambre Economic Survey (PDF 8,5 MB)



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