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Standortpolitik

Gutachten: Ausbaubedarf Schiene jetzt angehen

Die Wirtschaft nimmt inzwischen wieder Fahrt auf. Das führt in den nächsten Jahren zu weiter wachsendem Verkehr. Bis 2025 wird allein für den Güterverkehr auf der Schiene ein Wachstum von 65 Prozent erwartet. Daher ist ein zügiger Ausbau der gravierendsten Engpässe unabdingbar - mit dem Ziel, ein leistungsfähiges Netz für den Schienengüterverkehr zu schaffen.

Das belegt ein vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Auftrag gegebenes Gutachten zum „Ausbaubedarf Schiene“. Nötig ist ein Ausbau von Straße, Schiene und Wasserstraße gleichermaßen. Nur so kann Deutschland das Verkehrswachstum bewältigen. Das Ziel, Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern, lässt sich nur mit konsequenter Schaffung von Zusatzkapazitäten für den Schienengüterverkehr (SGV) realisieren.

Eine langfristig angelegte, umfassende Netzstrategie, die weit über Einzelmaßnahmen hinaus geht, so die Aussage in der Studie, ist notwendig. Als beispielgebend wird auf das bisher einzigartige Mammutprogramm der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit (VDE) verwiesen.

Um die prognostizierten Mehrverkehre künftig bewältigen zu können, müssen schnelle und langsame Schieneverkehre entmischt werden. Das erfordert jedoch die Trennung des Schienenpersonenfernverkehrs (SPFV), der dann auf Strecken des Hochgeschwindigkeitsnetzes mit größer 200 km/h abgewickelt werden muss, vom SGV.

Im Ergebnis der Studie wird zudem vorgeschlagen, ein Gitternetz aus acht Nord-Süd- und sechs Ost-West-Korridoren auf Basis der deutschen Abschnitte in den TEN-Korridoren und ergänzt durch internationale Anschlüsse aufzubauen.

Die Kosten werden in der Studie mit mindestens 15 Mrd. Euro zusätzlich zu den bereits zugesagten bzw. verplanten Mitteln geschätzt. Mit einem Zeithorizont von 15 Jahren sind  zusammen mit den Investitionen in Betrieb und Erhalt des vorhandenen Netzes jährlich mindestens 5 Mrd. Euro in das deutsche Bahnnetz zu investieren.

   Studie (PDF 546 kB)


Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Ulf Dreßler
Tel.: 0385 5103-208
dressler@schwerin.ihk.de

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