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Standortpolitik

Multifunktionales Standort-Informations-System

Das Geoinformationssystem der Industrie- und Handelskammern Flensburg, Kiel, Lübeck, Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburg, Schwerin, Stade für den Elbe-Weser-Raum und der Handelskammer Hamburg.

Mit IHK-MUSIS steht den IHKs im Norden und ihren Mitgliedsunternehmen ein System zur Verfügung, das die Wirtschaftsstrukturen in den Bezirken der angeschlossenen IHKs abbildet. Grundlage sind die Firmendaten der IHKs, in denen die Firmierung, die Branche, die Beschäftigtengrößenklasse und die Adressen von rund 480.000 Mitgliedsunternehmen der IHKs verzeichnet sind. Diese Daten werden über eine neue Software mit den digitalen Landkarten der Vermessungsämter verknüpft. Auf diese Weise lässt sich über Standortbilder beliebigen Maßstabes Unternehmensbesatz sowohl in einer einzelnen Straße, in einem Quartier bis hin zu einer ganzen Region darstellen. Auch Selektionen über einzelne Wirtschaftszweige oder Unternehmensgrößenklassen sind möglich.
Die IHK zu Schwerin bietet den Mitgliedsunternehmen individuell erstellte Standortbilder an. Die Standortvermarktung in den Bundesländern, Landkreisen und Kommunen der MUSIS-Region sollen durch die Informationen über Wirtschaftsstrukturen verbessert und gestärkt werden.


  Geoinformationen und Einsatzmöglichkeiten

  Firmendaten als potenzielle Geoinformationen

  IHK-Musis Einsatzfelder

  Das Prinzip IHK-Musis

  Beispiel


Geoinformationen und Einsatzmöglichkeiten

Mit der rasanten Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien hat sich auch das Einsatzspektrum von Geoinformationen (Informationen mit Raumbezug) erheblich verbreitert. Sorgten bis vor wenigen Jahren Kartenwerke hauptsächlich für die Orientierung, bieten heute digitale Techniken die Möglichkeit, kartographische Daten direkt mit räumlich verortbaren Informationen zu verschneiden. Hieraus ergibt sich ein nahezu unerschöpfliches Anwendungsspektrum. Der gezielte Einsatz von Geoinformationen kann heute über Erfolg und Misserfolg von Unternehmungen entscheiden.

Der Standort ist Erfolgsfaktor Nr. 1 für viele Unternehmen. Die eigene günstige Lage zu Kunden, Lieferanten oder zu Kooperationspartnern, aber auch das Wissen um die Standorte der Konkurrenz sind klare Wettbewerbsvorteile. Standortentscheidungen und regelmäßige Bewertungen sind daher unternehmerische Kernfragen. Standortinformationen sind strategische Entscheidungsgrundlagen. Bisher war es sehr aufwendig, sich aus zahlreichen Quellen kurzfristig einen Überblick über die Situation am eigenen Standort und sein Umfeld zu verschaffen.

Der Einsatz von Geoinformationen gehört bereits bei vielen Unternehmen zum Standard. Mit Geoinformationssystemen werden heute Lieferketten organisiert und optimiert, Fahrzeuge eingesetzt und geleitet und sogar Leitungssysteme überwacht und gewartet. Auch können Geoinformationssysteme dazu beitragen, dass Entscheidungen über die Ansiedlung neuer Filialen und Betriebsstätten sachgerecht getroffen werden. In jeder Branche kann der Einsatz von Geoinformationstechnologien zu einer effizienteren Ausgestaltung der Geschäftsprozesse führen. Geoinformationssysteme steigern daher die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.

Das Einsatzspektrum von Geoinformationstechnologie wird jedoch noch nicht ausgeschöpft. Zwar schreitet der Aufbau der Geodateninfrastruktur mit großen Schritten voran, doch fehlt es nach wie vor an bundesweit einheitlichen Standards, die den Zugang zur Geodateninfrastruktur erleichtern. Zudem sind die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten oftmals nicht bekannt.

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Firmendaten als potenzielle Geoinformationen

Die Firmendaten der IHKs sind heute mit einer Vielzahl von Kennzeichen erfasst. Neben der Firmierung und der Beschäftigtengrößenklasse wird jedes Unternehmen über die so genannten NACE Systematik in einem acht-stelligen Verschlüsselungscode einem der 3.500 Wirtschaftszweige zugeordnet. Da die IHKs über die Adressen der jeweiligen Unternehmen verfügen, können die Firmendaten georeferenziert (räumlich mit Koordinaten verortet) werden und sind somit potenzielle Geoinformationen.

Um den übergreifenden Wirtschaftsraum erfassen zu können, haben sich die Industrie- und Handelskammern Flensburg, Kiel, Lübeck, Lüneburg-Wolfsburg, zu Schwerin, Stade für den Elbe-Weser-Raum, die Oldenburgische IHK der Handelskammer Hamburg als Impulsgeber für die Verbreitung der Geoinformationstechnologie zusammengeschlossen. Das umfassende System IHK-MUSIS können die IHKs gemeinsam nutzen und direkt auf einen Kartenserver der Landesvermessungsämter zugreifen. Ermöglicht wurde die Entwicklung durch ein Geoportal, das der Landesvertrieb Geoinformation und Vermessung der Freien und Hansestadt Hamburg federführend gemeinsam mit den Vermessungsämtern in Niedersachsen und Schleswig-Holstein entwickelt hat.

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Die IHK-MUSIS Software wird...

...als Instrument in allen Geschäftsbereichen der IHKs genutzt.
...als zusätzlicher Service für die Mitgliedsunternehmen der IHKs angeboten.
...als Beitrag zur Stärkung der Standortvermarktung der Länder, Kreise und Kommunen
   und für regionale Standortinitiativen (z.B. Region Mecklenburg-Schwerin) genutzt.

Mit IHK-MUSIS wird der Service für die Mitgliedsunternehmen erweitert. Die Firmenlisten, die schon heute für eine Geschäftsanbahnung erworben werden können, können künftig um Standortbilder ergänzt werden.

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Das Prinzip IHK-MUSIS

Jede IHK liefert einen Auszug Ihrer Firmendaten (im wesentlichen die Kennzeichen Firmierung, Adresse, Betriebszweck (also Branche) und Beschäftigtengrößenklasse einmal am Tag auf einen speziellen Server, der die Firmendaten verwaltet. Alle IHKs können mittels Abfragen über ein Intranet Standortbilder abrufen. Hierfür verbindet die Software von IHK-MUSIS die Firmendaten mit den digitalen Karten, die von dem Karten-Server der Landesvermessungsämter zur Verfügung gestellt werden. Die Bilder können beliebigen Ausschnittes sein und auch in den Maßstäben variieren. Die Kartengrundlagen bieten Maßstäbe von 1:500 bis etwa 1 : 2.000.000 an.

Die IHKs halten ein Standard-Produkt vor, dessen Leistungsumfang sich individuell und modular zusammensetzen lässt: Die Kunden nennen den IHKs Ihren Standort, die Art Ihrer gewerblichen Tätigkeit (Branche) und Ihre Fragestellung zum Standort. Ferner grenzen Sie das Stadtgebiet ein, für das das IHK-MUSIS-Team dann Standortbilder mit der Branchenverteilung anfertigen. Die unterschiedlichen Branchen werden nach der so genannten NACE-Systematik untergliedert, um eine übersichtliche Statistik der Wirtschaftszweige zu ermöglichen.

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Beispiel eines Standortbildes

Durch Klick auf die Grafik oder das Symbol der Lupe vergrößern Sie diese.

 

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Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Ulf Dreßler
Tel.: 0385 5103-208
Fax: 0385 5103-9208
mail: dressler@schwerin.ihk.de

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