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Landestourismuskonzeption M-V: Fortschreibung 2010
Die vorliegende Landestourismuskonzeption für Mecklenburg-Vorpommern ist die Fortschreibung aus dem Jahr 2004. Ziel war es, den erreichten Stand zu evaluieren, Ziele und Leitlinien auf den Prüfstand zu stellen und eventuelle neue Aufgaben für die weitere touristische Entwicklung des Landes mit einem Zeithorizont bis 2015 zu identifizieren.
In den vergangenen 20 Jahren legte der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern eine unvergleichliche Entwicklung an den Tag. Ein Bruttoumsatz von rund 5,1 Mrd. EUR und ein Beschäftigungsäquivalent von 173.000 Personen, die durch den Tourismus ihren Lebensunterhalt bestreiten, unterstreichen die hohe Bedeutung des Tourismus. Besonders die Verflechtungen mit anderen Wirtschaftsbereichen wie der Gastronomie, dem Einzelhandel und weiteren Dienstleistungsbranchen, der Landwirtschaft oder der Stadtentwicklung sind hervorzuheben.
Dort leben, wo andere Urlaub machen!
Der Tourismus erhöht nicht zuletzt die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Mecklenburg-Vorpommern für weitere Schlüsselbranchen. Um auch zukünftig Erfolg zu haben, müssen sich die Kernaufgaben sowohl auf die direkte Kundenansprache, als auch - viel stärker als bisher - auf die Bewältigung der Auswirkungen zentraler Rahmenbedingungen beziehen. Der Leitsatz für die Tourismusentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern lautet:
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Weiterer Aufbau der Tourismusmarke Mecklenburg-Vorpommern mit dem Ziel eines nachhaltigen Wachstums. Dies erfordert systematische Qualitätsverbesserungen und eine strategische Steuerung der Anpassung an die Veränderung grundlegender Rahmenbedingungen.
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Die Schlüsselthemen sind dabei die Tourismusmarke, die Qualität, die Rahmenbedingungen und eine integrierte Tourismuspolitik. Bei der Tourismusmarke kommt es auf eine stringente Markenarchitektur über alle Ebenen an, wobei auch Synergieeffekte mit dem Landesmarketing genutzt werden sollten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Inlandsmarkt, ergänzt durch Erfolg versprechende ausländische Quellmärkte. Unter dem Dach Qualität können für Mecklenburg-Vorpommern drei zentrale Segmente identifiziert werden: Angebots- und Servicequalität, Innenmarketing und Koordination. Bei den grundlegenden Rahmenbedingungen liegt der Fokus auf Investitionen und Innovationen, dem demografischen Wandel und dem Klimawandel. Diese Ziele zu erreichen und die Herausforderungen zu meistern, bedeutet für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern sowie die Zusammenarbeit der politischen Entscheidungsträger und Leistungsträger vor Ort neue Wege zu gehen. Eine integrierte Tourismuspolitik ist Ziel und Herausforderung zugleich.
Leitlinien für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern
(bis 2015)
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1.
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Markenarchitektur für den Tourismus aufbauen und implementieren!
Für eine zukunftsfähige Marktposition muss die Implementierung der Tourismusmarke Mecklenburg-Vorpommern vom Land über die Regionen bis hin zu Orten und Leistungsträgern im Sinne einer stringenten und verbindlichen Struktur erfolgen.
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2.
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Touristische Vermarktung auf den Inlandsmarkt und ausgewählte Erfolg versprechende Auslandsmärkte ausrichten!
Der Inlandmarkt bleibt im Mittelpunkt der touristischen Vermarktung. Die Incoming-Aktivitäten müssen sich auf wenige Erfolg versprechende Märkte beschränken. Kooperationen vor allem im Ostseeraum sind dabei von zentraler Bedeutung.
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3.
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Marktpotenziale über Kernthemen und -zielgruppen erschließen!
Die Erschließung weiterer Marktpotenziale soll entlang der definierten Haupt- und Potenzialmärkte sowie Kernzielgruppen erfolgen. Hierbei ist u. a. der wachsenden Bedeutung des Gesundheitstourismus Rechnung zu tragen.
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4.
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Bewusstsein der Bedeutung des Tourismus als zentraler Wirtschaftszweig stärken!
Als Grundlage für die weitere touristische Entwicklung müssen das Image und der Stellenwert des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern nach innen und nach außen weiter gestärkt werden.
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5.
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Wettbewerbsvorteil Qualitätstourismus stärker nutzen und ausbauen!
Die führende Position des Landes im Qualitätstourismus muss als maßgeblicher Wettbewerbsvorteil erhalten und ausgebaut werden. Qualität umfasst dabei neben der Angebots- und Servicequalität auch Barrierefreiheit als Grundprinzip der erfolgreichen touristischen Entwicklung.
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6.
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Qualitative Entwicklung vor quantitativer Entwicklung!
Bestehende und absehbare Überlastungserscheinungen durch regionalen Massentourismus müssen im Interesse der Gästezufriedenheit und der Steigerung der Akzeptanz in der Bevölkerung minimiert werden. Die starke Saisonalität spielt dabei eine entscheidende Rolle.
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7.
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Nachhaltige Tourismusentwicklung für Mecklenburg-Vorpommern!
Eine nachhaltige Tourismusentwicklung muss oberste Prämisse sein. Es gilt, das Naturraum- und Kulturraumpotenzial noch stärker miteinander zu verknüpfen. Über die Landesgrenzen hinaus sollte eine Gesamtstrategie für den Ostseeraum unterstützt werden
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8.
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Fachkräfte- und Nachwuchsmangel vorbeugen und bewältigen!
Leitprinzip für den touristischen Arbeitsmarkt ist die Erweiterung der jungendzentrierten "Nachwuchspolitik" zu einer "umfassenden touristischen Arbeitsmarktpolitik".
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9.
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Zukunft des Tourismus durch schrittweise Anpassung an den Klimawandel sichern!
Akteure und Entscheidungsträger frühzeitig auf den Klimawandel und sich verändernde Rahmenbedingungen aufmerksam machen, um rechtzeitig Weichen stellen zu können. Hierfür muss ein "Radarystem Tourismus und Klimawandel" entwickelt werden
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10.
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Tourimusentwicklung stärker mit ganzheitlicher regionaler Entwicklung verzahnen!
Die Tourismusentwicklung muss, insbesondere im Hinblick auf den demografischen Wandel, enger mit der gesamten Landes- und insbesondere der regionalen Entwicklung auch institutionell verzahnt werden.
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11.
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Integrierte Tourismuspolitik und -förderung stärken!
Die Tourismusförderung muss sich zukünftig auf die Sicherung der Basisinfrastruktur als Grundlage für private Investitionen und damit für ein weiteres Wachstum des Tourismussektors konzentrieren. Die ressortübergreifende Zusammenarbeit sollte gestärkt werden.
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Quelle: dwif, Wirtschaftsministerium MV
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Fortschreibung der Landestourismuskonzeption M-V 2010 (PDF 99 S., 5,7 MB)
Ansprechpartner:
Mario Göldenitz
Tel: 0385 5103-206
Fax: 0385 5103-9206
E-mail: goeldenitz@schwerin.ihk.de
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