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30.05.2005 - pm05_i17
Voraussetzungen zur Firmensanierung geschaffen
Eine erfolgreiche Bilanz für das Projekt ´Runder Tisch´ zogen während eines aktuellen Erfahrungsaustausches die Vertreter von Kreditinstituten, der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der Handwerkskammer Schwerin und Unternehmensberater in der IHK zu Schwerin.
»Seit der Initiierung des Projektes 1996 durch die Schweriner IHK und die Deutsche Ausgleichsbank hat sich der ´Runde Tisch´ in Westmecklenburg zu einer Institution entwickelt, die aus der mittelständischen Wirtschaft nicht mehr wegzudenken ist« so Klaus Uwe Scheifler, verantwortlicher Geschäftsführer bei der IHK zu Schwerin. Scheifler weiter: »Zwar arbeitet der ´Runde Tisch´ stets im Stillen, von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, doch seine Erfolgsbilanz gibt den Beteiligten Recht. Zunehmend werden Unternehmen auch durch ihre Hausbank, den Steuerberater oder Unternehmerkollegen auf das Projekt zur Betreuung von Betrieben in wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufmerksam gemacht. Diese Entwicklung sehen wir als eine Bestätigung der durch die IHK objektiv moderierten Aktivitäten.«
Insgesamt wurden bisher 310 Unternehmen aus Westmecklenburg mit ca. 3.500 Arbeitsplätzen betreut. Während bei 4 von 5 Betrieben die umgehend eingeleiteten Rettungsmaßnahmen mittelfristig den Erhalt der Firmen sicherten, konnte (nach Auswertung einer Langzeitbetrachtung) aufgrund eingeleiteter Sanierungsmaßnahmen bei immerhin ca. 60% aller im Projekt betreuten Betriebe deren langfristige Existenzsicherung erreicht werden.
Unter Organisation und Moderation der Schweriner IHK werden kurzfristige Liquiditätshilfen wie z.B. Tilgungsaussetzungen, Zinsreduzierungen, Verlängerung befristeter Kreditlinien, Vereinbarung spezieller Einkaufskonditionen und Mietreduzierungen zwischen den Beteiligten vereinbart. Darüber hinaus verabreden die Gläubiger mit den Unternehmern die Anforderungen an ein mittelfristig wirkendes Sanierungskonzept. In mehreren Fällen trugen nach intensiven Verhandlungen auch Teilverzichte der Gläubiger zum Fortbestand der betroffenen Hotels, Gaststätten, Produktions- und Dienstleistungsbetriebe bei. Wesentliche Voraussetzung bleiben jedoch ein marktfähiges Konzept sowie eine überzeugende Darstellung der Unternehmensinhaber.
Im Interesse einer externen Begleitung der Unternehmen bei der Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen unterstützt die KfW weitere Beratungsleistungen mit einem Beratungskostenzuschuss in Höhe von 65 %.
»Sofern die Liquiditätsplanung des Betriebes bedrohliche Engpässe aufweist und erste Gespräche hierzu mit den Hauptgläubigern ergebnislos verlaufen, empfehlen wir den Unternehmern gemeinsam mit der IHK eine Einbeziehung in unser Beratungsprojekt zu prüfen«, informierte Klaus-Uwe Scheifler.
Kontakt:
Dipl.-Oec. Frank Witt, Abt.: Industrie
Tel.: (0385) 51 03 - 134
witt@schwerin.ihk.de
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