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09.06.2005 - pm05_h30
Bundesfamilienministerin und IHK mit gemeinsamem Appell für familienorientierte Unternehmenspolitik
Zu Gast in der Schweriner Industrie- und Handelskammer war am Donnerstag Renate Schmidt, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In einem Podiumsgespräch mit 120 Teilnehmern aus Wirtschaft und Politik sprachen sich die Ministerin und IHK-Präsident Jörgen Thiele für eine aktive Familienpolitik aus, die sich auch in den Unternehmen der Region widerspiegeln soll.
Thiele betonte, dass Familienpolitik keine Privatsache sei. Dies bedeute jedoch dennoch nicht, dass sich der Staat oder die Wirtschaft in private Angelegenheiten einmischen.»Uns allen muss mehr als bisher bewusst werden, dass auch die wirtschaftliche Zukunft unserer Region davon abhängt, ob wir jungen Familien ein lebenswertes Umfeld und berufliche Perspektiven bieten können«, betonte der IHK-Präsident. Im Familienatlas (pdf; 4,28 MB) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2005 findet sich knapp die Hälfte aller ostdeutschen Regionen in der Gruppe H (Fehlende Perspektiven für Familien). Dies sei ein Zeichen für absolute Alarmbereitschaft, so Thiele.
Bundesfamilienministerin Renate Schmidt warb für ihre vor zwei Jahren ins Leben gerufene Kampagne Allianz für die Familie, in der sich Politiker und Vertreter der Wirtschaft ebenso engagieren wie Kirchen oder Wohlfahrtsverbände. Die Industrie- und Handelskammern sind deutschlandweit aktive Partner beim Bemühen, Rahmenbedingungen in Politik und Wirtschaft familienfreundlicher zu gestalten. So will auch die Schweriner IHK in nur wenigen Tagen ein Lokales Bündnis für die Familie für die Region Westmecklenburg gründen. Darin geht es um eine kinderfreundlichere Umwelt und bessere Betreuungsangebote, aber auch um familienfreundliche Arbeitszeitmodelle oder beruflichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit.
In sieben Thesen legte IHK-Präsident Jörgen Thiele, der nicht nur Unternehmer, sondern auch Familienvater ist, dar, wie aus seiner Sicht eine familienorientierte Unternehmenspolitik aussehen müsste. Er unterstrich deutlich, dass nur die Unternehmen zukünftig eine Chance haben werden, die mit ihrer Personalpolitik ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein familienfreundliches Umfeld bieten. Dies führe nachweislich zu mehr Motivation, weniger Fehlzeiten und geringerer Fluktuation. »Von besonderer Bedeutung ist jedoch, das gesellschaftlich akzeptierte Leitbild von Wertschätzung und Anerkennung zu fördern, mit der das soziale Umfeld die Fürsorge der Eltern für ihre Kinder honoriert«, unterstrich Thiele.
Rede Renate Schmidt, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Grußwort/Thesen Jörgen Thiele, Präsident der IHK zu Schwerin
Kontakt:
Dipl.-Ing. Angela Preuß, Abt.: Handel/Tourismus/Außenwirtschaft
Tel.: (0385) 51 03 - 121
preussa@schwerin.ihk.de
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