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28.06.2005 - pm05_i20
IHK: Wirtschaft fordert nachhaltigen Einsatz der EU-Mittel
´Die EU-Strukturfondsmittel sind das Saatgut für die künftige wirtschaftliche Entwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommern´, so die Kernaussage von Jörgen Thiele, Präsident der IHK zu Schwerin. Vor der Schweriner Staatskanzlei demonstrierten die Spitzenorganisationen der Wirtschaft des Landes Mecklenburg-Vorpommern geschlossen für den richtigen Einsatz der Strukturfondsgelder.
Symbolisch überreichten die Präsidenten der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin sowie der Handwerkskammer Schwerin dem Ministerpräsidenten Dr. Harald Ringstorff und allen Kabinettsmitgliedern jeweils eine Sonnenblume und einen Sack voll Saatgut. ´Für eine gute Ernte muss vorgesorgt werden. Die Gelder aus Brüssel können ebenso wie die Saat nur einmal ausgegeben werden. Mit unserer Demonstration appellieren wir an alle Vertreter der Landesregierung, das vorhandene Fördergeld so effektiv wie möglich einzusetzen. Bis 2013 müssen wir daher die Saat dort ausbringen, wo die höchsten Erträge in der Zukunft erzielt werden können`, so Thiele weiter.
Die Spitzenorganisationen der Wirtschaft hatten bereits vor der Demonstration am 27.06.2005 gefordert, die Strukturfondsgelder der letzten EU-Förderperiode 2006 – 2013 mit den höchsten Fördersätzen auf produktive Investitionen im gewerblichen Bereich, die wirtschaftsnahe Infrastruktur sowie die Stärkung von Forschung und Entwicklung zu konzentrieren. Nur durch eine zielgerichtete und mit hohem Mitteleinsatz ausgestattete GA-Förderung kann die Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur künftig erfolgen.
Diese Forderung hatte die Schweriner IHK in der vergangenen Woche mit einer umfassenden Studie untersetzt. Die im Land bereits entstandenen industriellen Wachstumskerne sind die Produktionszentren der Zukunft. Die hohe Wertschöpfung in der Ernährungswirtschaft, im Schiffbau und Maschinenbau, aber auch in der Nachrichtentechnik, Automobilzulieferung oder der Papierverarbeitung bildet die Basis künftiger Steuereinnahmen und einer höheren Beschäftigung. IHK-Präsident Jörgen Thiele bekräftigte dabei, dass es nicht um eine Bevorzugung oder Benachteiligung bestimmter Regionen gehe.
´Nur in Zukunft wirklich starke Wachstumskerne können künftig spürbar Erträge erwirtschaften, die dem ganzen Land zugute kommen´, so Thiele abschließend. Künftig müsse nach Ansicht der Schweriner IHK die Wirtschaftsförderung zur Ansiedlung neuer Unternehmen konzentriert werden. Der Versuch, die industrielle Basis über viele Branchen hinweg gleichermaßen ausbauen zu wollen, ist angesichts der sich bereits entwickelten Struktur kaum Erfolg versprechend.
Kontakt:
Ass. jur. Klaus Uwe Scheifler, Abt.: Industrie
Tel.: (0385) 51 03 - 131
scheifler@schwerin.ihk.de
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