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Pressemitteilungen

17.08.2005 - pm05_p19
Aktuelle Aspekte der deutsch-russischen Beziehungen

´Russland ist für die Wirtschaft des 'Alten Europa'  zwar auch ein Konkurrent, alles in allem aber eine Riesenchance´, so der Präsident der Schweriner IHK, Jörgen Thiele, vor 130 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung des Landes.

Die IHK hatte den Gesandten der Botschaft und ständigen Vertreter des Botschafters der Russischen Föderation in Deutschland, Wladimir M. Polenow, als ausgewiesenen Kenner der deutsch-russischen Beziehungen am Dienstag Abend in den Festsaal des Schweriner Schlosses eingeladen, um vor allem den hier ansässigen Unternehmen ein interessantes Podium zu diesem Thema anzubieten.

In seinem kurzen Grußwort (pdf; 192 KB) verwies der IHK-Präsident darauf, dass die Zahl der Investitionsprojekte sowie der Niederlassungen deutscher Unternehmen in Russland in den letzten Jahren kräftig gestiegen und parallel dazu das Vertrauen gewachsen sei. Er bezeichnete diese Entwicklung als ´...gute Grundlagen für die zukünftige Zusammenarbeit´. ´Wir müssen gerade das in unserer Region vorhandene russische Sprachpotential und die Kenntnis über die russische Mentalität besser nutzten, um den russischen Markt zu erschließen´, so Thiele.

Wladimir M. Polenow unterstrich in seinem Vortrag (pdf; 174 KB) vor allem die beeindruckende Entwicklung Russlands der letzten 15 Jahre. So erzielt das Land im Jahr 2004 ein Wirtschaftswachstum von 7,2 % und verzeichnet im Augenblick 7,4 % Arbeitslosigkeit. Das Realeinkommen ist um 9 % angewachsen, Löhne, Gehälter und Rentenbezüge steigen an. Das gegenwärtige Wachstum stütze sich vor allem auf inländische und nicht auf ausländische Faktoren. Russland, das heute zu den Ländern mit der niedrigsten Gesamtsteuerlast zähle, sei mittlerweile ein interessanter Markt mit hervorragenden Investitionsmöglichkeiten, insbesondere auch für deutsche Unternehmen. Bei Direktinvestitionen deutscher Unternehmen liege Russland momentan auf dem 4.Platz. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Staaten sollten sich jedoch nicht nur auf den Austausch deutscher Maschinen gegen russische Energie und Rohstoffe begrenzen.

´Vor allem die russischen Potenziale in der Luft- und Raumfahrttechnik, der Bio- und Nanotechnologie und der Informations- und Kommunikationstechnologie müssen in Zukunft besser gemeinsam mit deutschen Unternehmen genutzt werden und bieten eine Vielzahl unternehmerischer Aktivitäten´, so Polenow.

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion wurden durch den Gesandten der Botschaft der Russischen Föderation zahlreiche spezifische Fragestellungen der Teilnehmer umfassend beantwortet.


Kontakt:
HS.-Oec. Andreas Kraus, Abt.: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (0385) 51 03 - 115
kraus@schwerin.ihk.de

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