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12.09.2005 - pm05_i30
Beratungsprojekt ´Runder Tisch´ unterstützt mittelständische Unternehmen
Im Rahmen des von der KfW und der IHK zu Schwerin initiierten Projektes wurden bis Ende August des Jahres weitere 13 Unternehmen betreut. Darüber hinaus erfolgte mit acht Firmen die Fortführung der in der Vergangenheit bereits eingeleiteten Sanierungsverhandlungen zwischen Gläubigern und Unternehmern.
Grundlage für erfolgreiche Krisengespräche sind eine detaillierte Schwachstellenanalyse, eine realistische Umsatz- und Ertragsprognose sowie die angemessene Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten innerhalb der unterbreiteten Lösungsvorschläge. ´Sofern auf der Basis des durch externe Unternehmensberater erstellten Beratungsberichtes realistische Fortführungschancen des Betriebes erkennbar und gleichzeitig angemessene Beiträge von allen Gläubigern gefordert sind, folgen in der Regel die Hauptgläubiger der Einladung der IHK zur Sitzung am Runden Tisch´, informierte Klaus Uwe Scheifler, Geschäftsführer der IHK zu Schwerin. Neben dem Ergebnis der Betriebsanalyse erwarten die Gläubiger jedoch auch vom Unternehmer eine klare Positionierung bezüglich der Planung und des Einsatzes aller vorhandenen Potenziale zur Sanierung des Unternehmens.
Unter Moderation der IHK zu Schwerin werden am ´Runden Tisch´ häufig kurzfristige Liquiditätshilfen wie z. B. Tilgungsaussetzungen, Zinsreduzierungen, Verlängerung befristeter Kreditlinien, Vereinbarung spezieller Einkaufskonditionen und Mietreduzierungen zwischen den Beteiligten verabredet. Scheifler betonte weiter: ´Aufgrund der inzwischen erreichten Akzeptanz des Projektes ergeben sich insbesondere mit den regionalen Sparkassen, Volks-und Raiffeisenbanken, der Bürgschaftsbank MV sowie der KfW konstruktive Gespräche mit dem Ziel der Sicherung der betroffenen Unternehmen und der bedrohten Arbeitsplätze´. Darüber hinaus werden die Anforderungen an ein mittelfristig wirkendes Sanierungskonzept festgelegt. In mehreren Fällen trugen nach intensiven Verhandlungen auch Teilverzichte der Gläubiger inklusive der Kreditinstitute zum Fortbestand der betroffenen Gastronomie-, Produktions-, Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe bei.
´Sofern die kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung der Betriebe bedrohliche Engpässe aufweist und erste Gespräche hierzu mit den Hauptgläubigern ergebnislos verlaufen, empfehlen wir den Unternehmern gemeinsam mit der IHK zu Schwerin eine Einbeziehung in das Beratungsprojekt zu erörtern´ forderte Scheifler die Unternehmen auf.
Kontakt:
Dipl.-Oec. Frank Witt, Abt.: Industrie
Tel.: (0385) 51 03 - 134
witt@schwerin.ihk.de
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