Der seit September dieses Jahres in Deutschland akkreditierte kubanische Botschafter, S.E. Gerardo Peñalver Portal, diskutierte während eines Arbeitsbesuches in der Schweriner IHK am heutigen Freitag bei Vizepräsident Valentin Resetarits und Hauptgeschäftsführer Klaus-Michael Rothe Möglichkeiten einer stärkeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
Botschafter Peñalver gab in dem einstündigen Gespräch dem starken Wunsch seines Landes Ausdruck, die wirtschaftlichen Kontakte mit Deutschland und dabei auch mit Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern auszubauen. Besondere Möglichkeiten gäbe es beispielsweise für Bereiche wie Biotechnologie, Medizintechnik, alternative Energieerzeugung und Tourismus. Kubanisches Interesse bestünde auch an einer Zusammenarbeit im Baustoffsektor, zumal das Land in den nächsten Jahren umfangreiche Investitionsvorhaben im Wohnungsbau und bei der Infrastruktur realisieren will.
IHK-Vizepräsident Resetarits sicherte dem Botschafter die Unterstützung der IHK zu, geeignete Unternehmen zu identifizieren und gemeinsam mit der kubanischen Botschaft Projekte zu organisieren, die für die Wirtschaft beider Länder von Nutzen wären.
"Aktivitäten wie ein kubanischer Wirtschaftstag in Schwerin oder eine Unternehmerdelegationsreise auf die Karibikinsel, die für das kommende Jahr geplant sind, können dem bisher nur gering entwickelten Warenaustausch zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Kuba neue Impulse verleihen", schätzte Resetarits ein.
Botschafter Peñalver war bereits der elfte Vertreter des Diplomatischen Korps in der Bundesrepublik Deutschland, der in diesem Jahr in der IHK zu Schwerin weilte. "Kontakte zwischen der IHK einerseits und den Botschaften bzw. Konsulaten andererseits sind hervorragende Möglichkeiten, sowohl den Kenntnisstand über Mecklenburg-Vorpommern im Ausland zu verbessern als auch über konkrete Projekte den hiesigen Unternehmen neue Möglichkeiten von geschäftlichen Beziehungen zu bieten", so Resetarits.