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24.03.2006 - pm06_v09
Holzforum Schwerin

Hauptthemen: Bauen und Heizen mit Holz - Entwicklungs-Chance für den ländlichen Raum

Knapper werdende Ressourcen, steigende Energiekosten und die neuen Möglichkeiten des modernen Holzbaus machen den Rohstoff Holz aus den heimischen Wäldern wirtschaftlich immer attraktiver. Unter dem Motto „Holz schafft Zukunft“ erörterten deshalb auf Einladung der IHK zu Schwerin und des Landesbeirates Holz Mecklenburg-Vorpommern über 40 Fachleute aus der Holzbau- und Baubranche, der Land- und Forstwirtschaft, kommunale Entscheider, wie Baudezernenten, Stadtplaner, und Architekten neue Einsatzbereiche für Holz.

Dipl.-Ing. Jörgen Thiele, Präsident der IHK zu Schwerin, hob hervor, dass „Holz in seiner Anwendungsvielfalt kaum durch ein anderes Material zu übertreffen ist. Das macht Holz zu einem hochwertigen Wertstoff mit immenser Einsatzvielfalt“. Dies haben nach Aussage von Thiele die Unternehmer in Mecklenburg-Vorpommern längst erkannt, denn „derzeit sind in Westmecklenburg in 121 Unternehmen der Forstwirtschaft und des Holzgewerbes einschließlich der Möbelindustrie rund 3.000 Arbeitsplätze gebunden. Auch die jüngsten Investitionen am Standort Wismar in ein neues Werk zur Herstellung von Holz-Pellets beweisen Weitblick in Bezug auf die sich abzeichnende Trendwende in der Energieerzeugung.

Kaum bekannt ist, dass Deutschland mit 3,4 Milliarden Kubikmetern den größten Holzvorrat Europas hat – das waldreiche Finnland zum Beispiel hat ´nur´ 1,9 Milliarden Kubikmeter.

Als Faktor für die regionale Wertschöpfung im ländlichen Raum wird die Branche also immer wichtiger.

Der Anteil der Holzbauten hat sich im Neubau seit den 90er Jahren auf rund 15 Prozent verdoppelt. Deutschland ist seit 2004 erstmalig auch Nettoexporteur beim Nadelschnittholz: Wir beliefern die USA, China, Japan usw. mit Bauholz. Insgesamt ist das Holz aus unseren Wäldern heute der wichtigste deutsche Rohstoff, der Garant von 1,3 Mio. Arbeitsplätzen und der Existenz von 185.000 Unternehmen. Der Wald- und der Holz-Wirtschaftszweig stellen andere traditionelle Branche deutlich in den Schatten. Nach EU-Bericht beschäftigen Forst & Holz mehr Menschen als die Automobilindustrie.

"Die Voraussetzungen der Rohstofferzeugung Holz sind nirgends so gut, wie in Mecklenburg-Vorpommern. Allerdings bedarf es neben der intensiven Entwicklungsarbeit durch die Wirtschaft generell einer energiepolitischen Neuorientierung und Umdenkens durch die Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik und der Anpflanzung von neuen Waldgebieten“, so Thiele abschließend.


Kontakt:
Dipl.-Ing. Ulrich Unger, Abt.: Regionalentwicklung/Verkehr
Tel.: (0385) 51 03 - 141
unger@schwerin.ihk.de

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