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21.06.2006 - pm06_hgf05
Schweriner IHK zu begrüßt Vereinbarung zur Norddeutschen Kooperation
"Die heute zwischen den Regierungschefs Mecklenburg-Vorpommerns und Hamburgs vereinbarten Kooperationsschritte sind das Ergebnis eines offenkundigen Umdenkens in der Landesregierung. Aus Sicht der Wirtschaft begrüßen wir diesen Entschluss, sich nunmehr aktiv in die Norddeutsche Kooperation einzubringen, ausdrücklich", äußerte sich Jörgen Thiele, Präsident der IHK zu Schwerin, zu den heute auf dem Treffen zwischen Ministerpräsidenten Dr. Harald Ringstorff und dem 1. Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg getroffenen Vereinbarungen.
Gleichzeitig mahnt die IHK zu Schwerin ein hohes Tempo bei der weiteren Vertiefung dieser Zusammenarbeit an: "Mecklenburg-Vorpommern kommt spät, aber nicht zu spät. Weitere Schritte müssen folgen". Als Beispiel nannte Thiele die Bündelung der Interessenvertretung auf EU-Ebene durch eine gemeinsame Vertretung in Brüssel. "Es muss jetzt darum gehen, unser Land als einen gleichberechtigten Partner in einem enger werdenden Kooperationsverbund norddeutscher Länder zu positionieren", so Thiele weiter. "Klar muss sein, dass unser Land in der Zusammenarbeit nicht nur mitwirkt, sondern auch selbst etwas zu bieten hat: Sei es als Sitz gemeinsamer Behörden, als höchst wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort im Einzugsbereich der Metropolregion Hamburg oder als attraktives Tourismusziel."
Eine engere Norddeutsche Zusammenarbeit liegt nach Ansicht der IHK nicht nur im politischen, sondern auch im wirtschaftlichen Interesse des Landes und damit im unmittelbaren Interesse aller seiner Bürger. "Wesentlicher Impulsgeber für weite Teile der Wirtschaft unseres Landes ist die Metropolregion Hamburg. Dies wird in den Pendlerströmen ebenso deutlich wie in den Güterströmen und der Investitionstätigkeit. Es ist daher für uns überlebenswichtig, uns aktiv an die wirtschaftliche Dynamik der Metropolregion anzukoppeln und künftig von ihrem Wachstum mehr als bisher zu profitieren", so Jörgen Thiele.
Als eine vordringliche Aufgabe der Landesregierung sieht es die IHK, Vorbehalten in der Bevölkerung vor einer ernsthaften Norddeutschen Zusammenarbeit entgegenzuwirken und bestehenden Ängsten vor einem Verlust der eigenen Identität entgegenzuwirken. IHK-Präsident Jörgen Thiele: "Die Landesregierung muss es als ihre Aufgabe sehen, den Menschen im Land die wirtschaftliche, mentalitätsmäßige und kulturelle Zugehörigkeit Mecklenburg-Vorpommerns zu Norddeutschland zu vermitteln. Dabei muss sie vor allem auch den Menschen in den östlichen Teilen des Landes die Vorteile und die wirtschaftliche Notwendigkeit einer engen Norddeutschen Zusammenarbeit verdeutlichen."
Kontakt:
Ass. jur. Malte Rüther, Abt.: Referent
Tel.: (0385) 51 03 - 117
ruether@schwerin.ihk.de
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