Um das brisante und hochaktuelle Thema ´Familienpolitik´ ging es bei einem Besuch der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Ursula von der Leyen, in Schwerin. Vor mehr als 100 Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung nutzte sie die Gelegenheit, um für noch mehr Unterstützung aus der Wirtschaft zu werben und die IHKs als wichtige Mitstreiter und Impulsgeber zu loben.
"Familienbewusstes Verhalten wird zum Schlüssel für die Zukunft einer Region", betonte Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyenin in ihrer Rede und unterstrich diesen Aspekt insbesondere für die ostdeutschen Bundesländer, die von der demografischen Entwicklung besonders betroffen seien. "Es sind nicht die Arbeitslosen, die ihre Kisten packen und woanders hingehen, um ihr Glück zu finden. Es sind die gut Ausgebildeten und Hochqualifizierten", so die Bundesministerin."
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Dr. Ursula von der Leyen
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Rede (pdf; 62.0 KB)
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In seinem Grußwort zog Jörgen Thiele, Präsident der IHK zu Schwerin, ein erstes Resümee des seit einem Jahr laufenden IHK-Engagements beim Projekt ´Bündnis für Familie´. Er erläuterte in vier Thesen die aus der Sicht der regionalen Wirtschaft wichtigsten Eckpunkte für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. "Wir haben vor genau einem Jahr den Startschuss für mehr Familienfreundlichkeit in unserer Region gegeben, wohl wissend, dass dieses Thema nicht im Rahmen eines 100-Meter-Laufes zu absolvieren sein wird", so Thiele. Er sei deshalb froh, dass es offensichtlich einen wirklichen Aufbruch in der Familienpolitik gegeben habe. Thiele bedankte sich bei allen Akteuren, die vor Ort in Westmecklenburg, mit ganz konkreten Maßnahmen, jungen Menschen und Familien bessere Bedingungen schaffen wollen.
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Dipl.-Ing. Jörgen Thiele
Präsident der IHK zu Schwein
Grußwort (pdf;162 KB)
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Zugleich kritisierte er, dass gegenwärtig auf Bundesebene sprichwörtlich jede Woche ´eine neue Sau´ durch´s Dorf getrieben werde. Dies sei selbst im landwirtschaftlich geprägten Mecklenburg-Vorpommern zu viel! Themen wie Eltergeld, Vätermonate, Kita-Gebühren oder Ehegatten- und Familiensplitting müssten zwar erörtert werden, allerdings, so eine seiner Thesen, sei weniger manchmal mehr. "Gerade in kleinen oder mittelständischen Unternehmen kommt es vielmehr darauf an, den Inhabern Rahmenbedingungen zu bieten, die eine möglichst intelligente Verzahnung von Arbeits- und Privatleben ermöglichten", so der IHK-Präsident wörtlich.
In einem von Ulrike Heckmann, NDR Info, moderierten Podiumsgespräch diskutierten Birgit Hesse, 2. Stellvertreterin des Landrates und Beigeordnete des Landkreises Nordwestmecklenburg und Oliver Schindler, geschäftsführender Gesellschafter der Toffee Tec und der Sweet Tec GmbH in Boizenburg mit der Bundesfamilienministerin ihre Vorstellungen einer besseren Familienpolitik. Sie betonten, dass sich immer mehr junge Menschen die Kombination der beiden wichtigsten Lebensbereiche, Arbeit und Familie, wünschten.
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