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10.08.2006 - pm06_hgf09
Norddeutsche IHKs starten Geoinformationssystem
Seit heute steht das Geoinformationssystem ´IHK-MUSIS´ zur Verfügung, das in bisher unerreichter Detailtiefe die Wirtschaftsstrukturen im norddeutschen Raum abbilden kann. Das System wurde von acht norddeutschen Industrie- und Handelskammern entwickelt.
Es beruht auf Firmendatenbanken der IHKs, in denen die Daten von rund 460.000 Mitgliedsunternehmen erfasst sind. Diese Daten werden mit den digitalen Landkarten der Vermessungsämter verknüpft. So lassen sich Standortbilder in beliebigem Maßstab erzeugen, die zum Beispiel für eine Straße, ein Stadtviertel oder eine ganze Region zeigen, wie Unternehmen verschiedener Branchen oder Größenklassen verteilt sind.
Wo soll ich meinen Betrieb ansiedeln? Wo befinden sich meine potenziellen Kunden? Wo sitzen meine Konkurrenten, wo wichtige Lieferanten? Um solche strategisch wichtigen Fragen zu beantworten, mussten Unternehmer früher mühsam statistische Informationen auf Land- oder Stadtkarten übertragen. Heute erleichtern computergestützte Geoinformationssysteme (GIS) diese Arbeit und eröffnen völlig neue Auswertungsmöglichkeiten. Auch wirtschaftspolitische Entscheidungen, etwa über die Ansiedlung neuer Gewerbegebiete, werden zunehmend mit Hilfe von GIS getroffen.
"Das System ist ein Beispiel für die gelebte gute Zusammenarbeit der IHKs im Norden. Gemeinsam geben wir den Unternehmen ein Werkzeug, das zum Beispiel bei der Suche nach Betriebsstandorten, bei der Kundenakquisition oder der Vermarktung von Immobilien äußerst nützlich ist", erklärte Klaus-Michael Rothe, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, die das Projekt gemeinsam mit den IHKs Flensburg, Hamburg, Kiel, Lübeck, Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburg und Stade durchführt.
Das vollkommen neu entwickelte System wird nun bis Ende des Jahres intensiv getestet, eine Auswahl von Standortbildern steht aber bereits unter www.ihk-musis.de zur Verfügung. Ab dem 15. Januar 2007 können IHK-Mitgliedsunternehmen auch individuell erstellte Standortbilder abrufen. Die beteiligten Kammern werden das Geoinformationssystem auch für die Beratung von Politik und Verwaltung nutzen, die zu ihren wichtigsten gesetzlichen Aufgaben gehört.
Kontakt:
Dipl.-Ing. Ulrich Unger, Abt.: Raumentwicklung/Verkehr
Tel.: (0385) 51 03 - 115
kraus@schwerin.ihk.de
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