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29.05.2008 - pm08_st02
IHK fordert integrierte Stadtentwicklung

Der Fokus der Stadtentwicklung muss eindeutig in Richtung Innenstädte gehen. Dies ist eines der Resultate einer Fachkonferenz ´Stadtentwicklung und Einzelhandel´, zu der die Schweriner Industrie- und Handelskammer Bürgermeister, Fachleute aus Stadtplanung und Unternehmen der Handelsbranche eingeladen hatte.

"Der Einzelhandel besitzt für die Entwicklung unserer Innenstädte eine Leitfunktio", unterstrich Angela Preuß von der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin gleich bei der Begrüßung der Teilnehmer. Eine Stadt wird von den Einwohnern und Kunden dann als attraktiv empfunden, wenn sich ein hochwertiges Angebot an Waren und Dienstleistungen mit einem schönen Stadtbild und einer interessanten Nutzung aus Kultur- und Freizeitangeboten paarten. Dies sei vor allem deshalb von außerordentlicher Bedeutung, weil statistisch gesehen die Kaufkraft für den Einzelhandel an den Gesamtausgaben immer geringer wird. Standen 1990 den Käufern in Mecklenburg-Vorpommern noch rund 50 Prozent ihres Einkommens für den Einzelhandel zur Verfügung, sind es heute nur noch 21 Prozent - also ein Fünftel des Einkommens der Bürger. Andere Bereiche, genannt seien nur Reisen oder auch technische Neuerungen wie zum Beispiel das Handy, haben ihre Anteile zu Lasten des Einzelhandels erobert. Das hatte nicht zuletzt auch Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Branche. Wurden vor 18 Jahren noch rund 90 Tausend Menschen im Einzelhandel in Mecklenburg-Vorpommern vorwiegend in Vollzeit beschäftigt, sind es heute nur noch 36.500 – Tendenz Teilzeit steigend.

"Es kommt uns deshalb vor allem darauf an, die aus unserer Sicht völlig ausreichenden Steuerungsinstrumente des Planungsrechts konsequent anzuwenden", so Angela Preuß von der IHK zu Schwerin. Hier seien vor allem die Kommunen gefragt.

Zunehmend drängen auch in M-V Lebensmitteldiscounter auf den Markt, deren Zielgruppe immer mehr der Autokunde ist und die deshalb mit Neuinvestitionen vor allem an den Stadtrand gehen.


Kontakt:
Dipl.-Ing. Angela Preuß, Abt.: Standortpolitik
Tel.: (0385) 51 03 - 121
preussa@schwerin.ihk.de

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