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21.04.2009 - pm09_b12
Wirtschaft stellt sich auf rückläufige Schülerzahlen bei Lehrstellensuche ein

Die IHK zu Schwerin hat in einem Meinungs- und Gedankenaustausch von rund 50 Experten für Berufsausbildung und Vertretern von Ausbildungsbetrieben auf die zunehmend schwierige Lage bei der Suche nach geeigneten Fachkräften hingewiesen.

Im Rahmen der IHK-Kampagne "Fachkraft 2012" betonte Schwerins IHK-Präsident Hans Thon nochmals, dass ein wichtiger Faktor bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses immer noch die Ausbildung im eigenen Unternehmen ist, gerade angesichts der derzeitigen Situation vieler Firmen: "Die Entscheidung für die Berufsausbildung im eigenen Unternehmen will gut vorbereitet sein, ist sie doch eine Verantwortung für drei und mehr Jahre. Es fällt oft schwer, so weit in die Zukunft zu schauen. Aber es ist die einzige Möglichkeit und sie zeichnet die Unternehmen aus, die perspektivisch und somit strategisch denken." Die Investition in junge Menschen und ihre Ausbildung bezeichnete Thon als lohnenswerte Aufgabe.

Auch die aktive und kompetente ehrenamtliche Mitarbeit in den zahlreichen IHK-Prüfungsausschüssen ist, so der IHK Präsident weiter, eine grundlegende Säule der erfolgreichen Aus- und Weiterbildung in Mecklenburg-Vorpommern. Allein bei der Schweriner IHK sind rund 1.100 Unternehmer, Unternehmerinnen  oder Unternehmensvertreter ehrenamtlich, also unentgeltlich tätig. In den 240 Prüfungsausschüssen arbeiten derzeit etwa 950 Ehrenamtliche mit.

"Von 21.890 Schulabgängerinnen und Schulabgängern im Sommer 2008 werden im kommenden Sommer nur noch rund 12.800 und im Jahr 2012 lediglich 11.000 junge Menschen für eine  Ausbildung in Frage kommen. Deshalb müssen sich die Unternehmen in Westmecklenburg auch auf eine gänzlich neue Situation einstellen", sagte Dr. Uwe Christiansen von der Arbeitsgemeinschaft Bildung & Medien norddeutscher Industrie- und Handelskammern aus Hamburg: "Die neue Generation der Auszubildenden beherrscht das Multitasking, hat ein anderes Hierarchieverständnis und ist technisch auf dem neuesten Stand. Die jungen Leute von heute sind leistungsbereit, erwarten aber auch Motivation und Erfolg im Unternehmen. Deshalb ist es für Unternehmen entscheidend zu erkennen, dass sie bei den jungen Leuten ihre eigene Firma bewerben müssen. Heute heißt es bei den Jugendlichen: suche Ausbildung, biete Rente."

  

Der Präsident der Schweriner Industrie- und Handelskammer, Hans Thon (links im Podium), der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwerin, Herr Westkamp (rechts im Podium), und Dr. Uwe Christiansen (stehend) von der Arbeitsgemeinschaft Bildung & Medien norddeutscher Industrie- und Handelskammern während der Diskussion.

  Fachkraft 2012 (detaillierte Informationen)


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Kontakt:
Dipl.-Ing. Peter Todt, Abt.: Berufsbildung
Tel.: (0385) 51 03 - 161
todt@schwerin.ihk.de

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