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Pressemitteilungen

31.08.2010 - pm10_start11
Anpassung der Wirtschaftsförderung notwendig!

Die IHK zu Schwerin begrüßt die angekündigten Änderungen der Förderprogramme durch den Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern (MV).

 

„Förderinstrumente müssen zwangsläufig den tatsächlichen Anforderungen angepasst werden“ so Ulrich Unger, Hauptgeschäftsführer der Schweriner IHK. „In der Zeit nach der Krise müssen deshalb die wesentlichen Instrumente neu justiert werden. Gerade der produzierende Bereich ist wirksamer zu begleiten. Hier hat MV im Vergleich zu allen anderen Bundesländern einen Nachholbedarf.

Für die Zukunft muss ein deutliches Plus an Wertschöpfung in dieser Branche erwirtschaftet werden. Davon profitieren nicht zuletzt sog. nachgelagerte Dienstleister und das Handwerk“ so Unger weiter.

In MV hat das produzierende Gewerbe aktuell einen BIP-Anteil von nur 11,1 %. In den neuen Bundesländern liegt der Anteil bei 16,3 %, bundesweit sogar bei 23,8 %.

Zustimmung durch die Schweriner IHK findet die verbesserte Begleitung der Werftzulieferer. „Krisenbedingt und auch durch die Insolvenz der Wadan-Werft haben wir hier einen Sonderfall. Auf diesen muss das Land zielgerichtet reagieren“ so Unger. Gerade die Grenze 80.000 € Förderung pro zusätzlichen Arbeitsplatz war zuletzt in die Kritik der IHKs geraten. Denn im produzierenden Bereich liegen die Investitionssummen deutlich höher. Diese Änderungen  sind befristet bis Ende 2012. Das ist ordnungspolitisch korrekt.

Begrüßt wird zugleich die Reduzierung der Förderung u.a. im touristischen Bereich. „Wir brauchen landesweit keine weitere Anhebung der Bettenanzahl. Die Auslastung in zahlreichen Regionen ist auch in diesem Sommer zur dauerhaften Aufrechterhaltung des Übernachtungsangebotes oft zu gering. Gefragt sind daher weitere touristische Zusatzangebote ohne zugleich neue Betten zu finanzieren“ hebt Unger die angekündigten Änderungen positiv hervor.

Lob gab es auch für die Umsetzung einer seit langem erhobenen Forderungen zur schnelleren und unbürokratischeren Auftragsvergabe sowie die erhöhten Darlehensbeträge für die Betriebsübernahmen. „Auch wenn wir aktuell nur von rd. 1900 anstehenden Übernahmen landesweit ausgehen: Die Finanzierung der Übernahmen ist aktuell ein Problem und kann mit einer höheren Darlehenszusage gemildert werden“ so Unger.

Jetzt müssen die Vergabebedingungen für die Fördermittel mit Bedachtsamkeit ausgestaltet werden. In einer auf Wettbewerb basierenden Wirtschaft, darf die Förderung von Maßnahmen und Investitionen nur dem Anschub dienen. Anderenfalls würde der Staat den Wettbewerb aushebeln.



Kontakt:
Klaus Uwe Scheifler, Abt.: Starhilfe und Unternehmensförderung
Tel.: (0385) 51 03 - 301
scheifler@schwerin.ihk.de

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